Der ultimative Guide gegen verbrannten Geschmack
Nichts verdirbt das Dampferlebnis schneller als ein beißender, kokeliger Geschmack. Dieser sogenannte „Dry Hit“ ist nicht nur unangenehm, sondern kann auch bedeuten, dass dein Verdampferkopf (Coil) hinüber ist. Doch keine Sorge: In den meisten Fällen lässt sich das Problem einfach beheben oder sogar ganz vermeiden.
1. Die Krux mit der Ungeduld: Warum neue Coils Zeit brauchen Ein brandneuer Verdampferkopf ist wie ein trockener Schwamm. Die Watte im Inneren ist dicht gepackt und braucht einen Moment, um sich vollständig mit Liquid vollzusaugen. Wenn du sofort nach dem Einbau und Befüllen losdampfst, bevor die Watte durchtränkt ist, verbrennt sie an der glühend heißen Heizwendel. Dieser verbrannte Geschmack setzt sich in der Watte fest und ist kaum noch zu entfernen.
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Der "Prüf"-Trick: Bevor du den neuen Coil in den Tank schraubst, träufle 2-3 Tropfen deines Liquids direkt auf die sichtbaren Wattelöcher an den Seiten und in die Öffnung oben. Das nennt man „Primen“.
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Die 10-Minuten-Regel: Nachdem du den Tank befüllt hast, stelle deine E-Zigarette für mindestens 10 Minuten aufrecht hin. Die Kapillarwirkung erledigt den Rest und saugt das Liquid langsam, aber sicher in jede Faser der Watte. Warte lieber etwas länger als zu kurz.
2. Die Wattzahl-Falle: Leistung muss zum Coil passen Jeder Verdampferkopf ist für einen bestimmten Leistungsbereich (in Watt) konzipiert. Dieser Bereich ist meist klein auf dem Coil selbst aufgedruckt.
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Zu hohe Wattzahl: Wenn du deinen Akkuträger auf eine zu hohe Wattzahl einstellst, verdampft das Liquid schneller, als die Watte es nachführen kann. Die Folge: Dry Hit.
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Zu niedrige Wattzahl: Zu wenig Leistung kann ebenfalls problematisch sein. Das Liquid wird nicht richtig verdampft, sondern eher „geköchelt“, was zu einem schwachen Geschmack und vermehrter Kondensation führen kann.
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Tipp: Beginne immer am unteren Ende des empfohlenen Wattbereichs und arbeite dich langsam hoch, bis du den optimalen Geschmack und die gewünschte Dampfentwicklung erreichst. Wenn du ein leichtes Kratzen bemerkst, reduziere die Wattzahl sofort.
3. "Chain Vaping": Gib deinem Coil eine Pause Dauerhaftes, schnelles Ziehen („Chain Vaping“) belastet den Coil extrem. Die Watte hat keine Zeit, sich zwischen den Zügen wieder vollständig mit Liquid aufzusaugen, da sie ständig befeuert wird. Das Ergebnis ist ein trockener Bereich, der verbrennt.
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Die Dampfer-Etikette: Gönn deinem Gerät und dir selbst kurze Pausen zwischen den Zügen. Ein paar Sekunden reichen oft schon aus, um den Liquid-Fluss zu gewährleisten.
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Den Flüssigkeitsstand beachten: Dampfe deinen Tank niemals komplett leer. Sobald der Liquidstand unter die Zuflusslöcher des Coils fällt, ist die Gefahr eines Dry Hits extrem hoch. Fülle lieber etwas früher nach.
4. Das Alter des Coils: Ein natürlicher Verschleiß Verdampferköpfe sind Verbrauchsmaterialien und halten nicht ewig. Mit der Zeit setzen sich Liquid-Reste und Rückstände der Heizwendel in der Watte fest. Das beeinträchtigt nicht nur den Geschmack, sondern auch den Liquid-Nachfluss.
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Wann ist ein Wechsel fällig? Ein nachlassender Geschmack, eine geringere Dampfentwicklung oder ein leicht verbrannter Beigeschmack sind klare Zeichen. Je nach Nutzung und Liquid können Coils zwischen einer Woche und vier Wochen halten.
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Der Farcheck: Schau dir die Watte in den Zuflusslöchern deines Coils an. Ist sie dunkel verfärbt oder gar schwarz, ist es definitiv Zeit für einen Wechsel.
Fazit: Mit ein wenig Geduld, der richtigen Wattzahl und einem Auge für den Liquidstand kannst du die Lebensdauer deiner Coils maximieren und das Dampfen in vollen Zügen genießen.












